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Interview mit Lukas Bosmans, Zwift Tri Team Academy 2021

Lukas Bosmans, 32 Jahre Belgien, hat die Ausscheidung der Zwift Tri Academy 2021 gewonnen und darf von nun an für Kona mit Profiathleten und seinem Team trainieren.

Über Lukas: Vollzeit-Polizist und ein Hardcore-Zwifter: Level 44 auf dem Fahrrad und 19 auf dem Laufband. Wenn etwas Großes in seinem Leben geschieht, ist sein erster Drang auf einen langen Lauf zu gehen.

Wie kam es dazu, dich auf die Rolle zu setzen und zu zwiften und den Run-Pod anzuschnallen und dich zum Zwift Academy Tri Team zu bewerben?

Ich glaube, ich war eigentlich schon 2016 auf der Suche nach einem Direktantriebstrainer und habe dann eine kostenlose Mitgliedschaft abgeschlossen. Wenn ich mich nicht irre, war es damals Sommer in Belgien. Später im Jahr habe ich dann Zwift abonniert und bin den ganzen Winter lang gefahren. Das hat sich dann zum Zwifting über das ganze Jahr entwickelt, weil das Training so effizient war. Als meine Tochter 2018 geboren wurde habe ich mir ein günstiges Laufband gekauft, da Zeitmanagement eine neue Bedeutung für mich bekommen hat. Im letzten Winter habe ich dann ein smartes Laufband gekauft, das schnell genug war, um mich für das Team zu qualifizieren. Im Moment ist Zwift wirklich ein Grundpfeiler meines täglichen Trainings, aber trotzdem liebe ich es, mit Freunden auf den belgischen Straßen zu fahren. Letztes Jahr musste ich durch eine Knieoperation im September wieder bei Null anfangen. Da die Akademie kurz nach meinem Start begann, konzentrierte ich mich dann auf Qualitätstrainings anstatt auf Volumen. Ich habe die Akademie-Straßen- und Akademie-Lauftrainings genutzt, um mich auf ein höheres Niveau zu bringen. In der letzten Woche habe ich an den Academy-Triwettkämpfe teilgenommen, was ein gewisses Risiko birgt, weil man hier als Einzelkämpfer antritt. Im Anschluss habe ich dann begonnen das Volumen auf das Niveau des Ironmans zu steigern und habe ungeduldig auf das Ergebnis der Akademie gewartet. 

Wenn Du dann auch regelmäßig an VR Rennen teilnimmst, siehst du das Training als Ergänzung zum normalen Training in der Natur und auf der Straße?

Ich versuche, nicht zu viele Rennen zu machen. Für mich ist es schwer die Rennen in einen strukturierten Trainingsplan einzubauen. Das Training auf Zwift ist effizienter als draußen, aber nichts geht über ein Rennen im echten Leben! Im Winter lege ich geschätzt 95% meiner Kilometer auf dem Turbo oder dem Laufband zurück. Im Sommer sehe ich es als Ergänzung, indem ich meine Keyworkouts auf Zwift mache, aber eine 5-stündige Fahrt mit Freunden in der Sonne ist einfach nicht zu toppen.

Welche Erwartungen knüpfst du an die Coaches und wie neugierig bist du, die anderen Team-Mates kennenzulernen?

Ich habe die Workouts, die Dan Plews für die Akademie gemacht hat geliebt. Sie waren solide und haben Spaß gemacht, aber für die Saison werde ich bei meinem Trainer bleiben, da mir der enge Kontakt sehr wichtig ist. Ich habe vor kurzem angefangen mit meinem neuen Trainer Hadwin De Donder zu arbeiten. Er ist relativ neu im Coaching, macht aber einen tollen Job und wohnt noch dazu nur 2 km von mir entfernt. Dass er zusätzlich auch noch Physiotherapeut ist, ist außerdem noch ein großer Pluspunkt.

Ich bin extrem neugierig darauf die anderen Teamkollegen kennenzulernen!

Vier von uns haben sich bereits qualifiziert und Kangsub Song hat in der Vergangenheit bereits 4 Mal am Ironman Hawaii teilgenommen. Ich bin der Newbee, wenn es um Hawaii geht und freue mich von erfahrenen Sportlern lernen zu können. Außerdem bin ich sehr neugierig, wie Eric Engel und ich im Ziel in Kona ankommen werden (falls ich mich qualifiziere), da wir in der gleichen Altersklasse antreten.

Was wäre dein größter Erfolg mit dem Team und was können die anderen von dir lernen/erfahren? 

Der größte Erfolg wäre am 10. Oktober bei einem gemeinsamen Sonntagsbrunch aus unserem Umeke (der Salatschüssel-Trofee in Kona) zu essen. Ich denke meine größte Fähigkeit ist es vor dem Rennen entspannt sein zu können, außerdem bin ich immer realistisch und schaffe es nicht zu sehr über Dinge nachzudenken. Es ist, was es ist: ein harter Tag, den man sich durch Stress und zu viele Gedanken nicht kaputt machen sollte. Wenn meine Teamkollegen also gestresst sind, kann ich sie vielleicht ablenken und ihnen dabei helfen positiv in das Rennen zu starten.

Redaktion

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