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Immenstadt 2010

Jetzt habe ich ein Jahr Immenstadt Pause gemacht und der Wettkampf ist noch viel schöner geworden. Und schneller, ok, zugegeben, ich habe auch mehr trainiert als vor 2 Jahren. Aber die Strecke ist schon aussergewöhnlich gut. Das Höhenprofil von 1290 Höhenmeter auf 80 km Rad hat mir schon ein Stirnrunzeln eingebracht, ob ich nun mit dem Zeitrad fahre oder mit dem Straßenrad.. Jetzt weiss ich, dass das Zeitrad die richtige Entscheidung war..

Aber von vorn. Anreise am Freitag, was liegt da näher als ein Stadtbummel? Klar, und das klassische Carboloading in Form von einem Eisbecher auf dem Marienplatz.. Es ist schon ein tolles Erlebnis, so viele internationale Triathleten vergnügt in der Stadt zu sehen.. Auch Thomas Hellriegel und Nina Eggert haben sich unters Volk gemischt. Aber im Rahmen der Langdistanz-WM haben sich die Sportler nach Nationen aufgestellt und am Einzug der Nationen kamen schon großartige Gefühle auf, die Mannschaften aus Neuseeland, Großbrittanien, USA usw. zu sehen.

Die ganze Stadt hat sich auf das Triathlon-Fest eingestellt: Die lange Nacht des Shoppings und die wohl längste Pasta-Theke ausserhalb von Italien. Nach der Wettkampfbesprechung ging es zum Einkaufen von Triathlon-Schnäppchen – zugegeben, mit 2 Kindern nach Triathlon-Schnäppchen zu schauen – da kann man sparen – man hat einfach nicht die Zeit..

Der Wettkampftag beginnt früh, checkin bis 7.30 Uhr und vom Großen Alpsee nicht zu sehen, zu viel Nebel. Die armen Mädels, die mussten bei Sicht unter 20 Metern schwimmen, jedoch gab es viele Beiboote, so das alles klar ging.

ich habe mich beim Schwimmen so mies gefühlt, ich kann noch nicht erklären wieso. Jedenfalls bin ich 6 Minuten hinter meiner erwarteten Schwimmzeit geblieben.. Ob da jetzt wirklich ein neuer Neo her muss?

Auf dem Rad war ich mir sicher, eine gute Zeit herauszuholen.. 2 km Schongang und dann erste dicke Steigung 15 % Kalvarienberg.. Fantastisch! Und das ging dann die ganze zeit hoch und runter. Unerwartet habe ich den Christian getroffen, ich dachte eigentlich schon, im Schwimmen war herauszuholen, aber so musste ich das halt am Berg nachholen (was mir auch geglückt ist).

Besonders nett finde ich die Strecke, dass man sein “Gegebüber” sieht, wenn man nämlich in Oberstaufen entgegen der Strecke fährt. Die letzten 20 Kilometer sind dann wieder auf vertrauter “alter” Strecke, und es hat sich doch ein bisschen gezogen.. Die Beine merkte man doch schon deutlich.. Lustig ist, dass man ja ab und zu mit einigen Radlern “zusammen” fährt, also in dem Sinne, dass mann sich immer wieder überholt. Ich meinte dann irgendwann zu meinem “Partner”, dass ich mit ihm noch hand-in-hand über die Rad-Zielline fahre.. Und genauso ist es auch gekommen.. Insgesamt über einen 30er Schnitt gefahren und mit einer Rad-Platzierung 74. Platz bin ich wirklich zufrieden.

Die Laufstrecke ist super, denn man wird in der Stadt von den Zuschauern “gezogen” und im ruhigeren Bereich an der Iller kommt man zu sich.. Für mich wurde es ab km 14 schon hart.. ich hatte schmerzen in den Rippen, vom Atmen oder einfach nur weil ich “fest” war.. Für mich das größte war der Zieleinlauf, mit meiner Tochter bin ich die Stadionrunde eingelaufen.. Nicht dass ihr denkt, ich hätte sie getragen? Nein, sie ist mir ihren 4 Jahren in meinem Tempo gelaufen.. Die Zuschauer haben sich wahrhaftig gefreut!

Das Ergebnis: 4:53:56 h – Platz 78 und in AK 12. Ich stand noch nie auf der 2. Seite der Ergebnisliste 😉

Heute brennt mein Sonnenbrand mehr als meine Beine.. ich glaube, dann war das auch gut.

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