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Marathon München 2012 lockt ..

Es ist Sonntag Morgen 8.45 Uhr, es regnet schon die ganze Nacht.. Deine Bettschwere hält dich wie ein Stück Eisen (hihi, darum ist das bei Eisenmännern so!) an einem Magnet fest und sagt.. komm, hier bleiben. Bleib doch im warmen, weichen, trockenen Bett.. Aber nein, ein kurzes Frühstück, Kaffee ohne den es doch fast nie geht und dann raus in den 9 grad kalten Regen. Auf dem Programm steht der letzte lange Lauf auf 30 km mit einem 5er Pace auf dem Kilometer.

Die klassischen W-Fragen poppen hoch. Normal bekommt man die eigentlich immer nur von anderen gestellt. Naja, von Arbeitskollegen und Freunden doch eher weniger, die bestätigen einem immer mit einem Kopfschütteln oder “jaja, der Sportler”.. einem seine Motivation. Und genau das zeichnet einen solchen Selbstversuch ja auch immer wieder aus. Bei Sonne und coolem Ambiente laufen … kann ja jeder. Die Frage warum ich das diesen Morgen tue, konnte ich mir vor dem Lauf auch nur mit dem “tja, jetzt habe ich mich doch mit Henrik verabredet!”. Es bestand keine Sekunde die Hoffnung, dass er absagt, dieser Harte Kerl..
Daher bin ich auch losgelaufen und der Regen, nach 2 km war alles nass, nur nicht mehr stehenbleiben.. Die nächste Frage kommt ungefragt.. “Wäre es nicht auch im Studio bequemer?” Und siehe da? Er kommt wie immer pünktlich um 9 Uhr zum Treffpunkt.. Mit Stolz stellt man fest, dass man auf den Beinen ist und jeder vom anderen sehnlichst den Anruf “Du, lass uns doch ein ander' mal Laufen gehen” gehofft hat, aber nix wars.. jetzt sind wir beide froh und munter und traben 25 km durch den Forst ..
Ich habe ja die letzten 2 Monate gezielt Laufen trainiert, ok ok, einen schönen und versöhnlichen Triathlon-Ausrutscher hatte ich Anfang September am Schliersee drin, der sich aber als Prima-Abwechslung im GREIF-Plan gemacht hat. Weil so ein GREIF-Plan, der hat was, was andere nicht haben, er ist erprobt, abwechslungsreich, fordernd und langfristig orientiert. Viele, die vom Peter Greif Plan sprechen, lassen eine Grusel-Geschichte mitschwingen, wie schlimm der ist.. Hält ja keiner aus.. Dennoch muss ich für mich persönlich feststellen, dass mich dieser Plan sehr anspricht, dieser hat eine Abwechslung in der Belastungssteuerung und einen sehr gut strukturierten Aufbau.
Natürlich ist das nicht einfach, das sind die Pläne mit der Zielsetzung Marathon-Bestzeit in unter 3 Stunden aber auch alle nicht! Letztlich erwarte ich ja auch kein Schmuseplan, ich will mich ja vor dem “Nicht-Bestehen” beim Marathonlaufen schützen!
Wer es schafft, mit 50 km pro Woche Training und ohne Bahn-Training auszukommen und dann zur Krönung noch Sub-3 h Marathon läuft, für den finde ich es schade, dass er nur mit den trainingswilligen Untalentierten ins Ziel kommt.. 😉
Mir jedenfalls hat die Arbeit und die Selbstdisziplin beim Laufen wirklich gut getan und mir ist klar, dass da viele das meckern anfangen, ich glaube die sind dann aber eher mit sich unzufrieden. Jeder kann doch für sich entscheiden, ob er den geforderten Aufwand eingehen will oder nicht. Meine Motivation für München: Holger, ich mach dich fertig!
Zurück zum Sonntags-Lauf, es war entgegen den Umständen einer der schönsten Läufe des Jahres, der Puls mitten in der Komfort-Zone die Geschwindigkeit mit 4:45 min/km Pace schneller als erwartet und die Satzlängen erstaunlich lang. Schön (gemütlich) war es aber sicher auch wegen der fehlenden Endbeschleunigung, so wie bei den Tempoläufen die Wochen davor, wären diese der sichere Kommunikationskiller gewesen.. so war es aber ein schöner 2 Stunden Schnack .. 😉
Meine Grundstimmung jetzt 6 Tage vor München Marathon durchweg positiv! Wenn auch im Herbst bei den meisten die Form verblüht, meine Form ist gerade aufgeblüht und ich hoffe, dass ich sie Euch am Sonntag mit einem Lächeln auf dem Gesicht beim Finisherfoto “mit 'ner 2 vorne dran zeigen” kann.

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