Uncategorized

Mitteldistanz mit Adrenalinsog

Allen Voraussetzungen zum Trotz hat sich dieser Trainingswettkampf das nötige Adrenalin und Laktat aus meinem Körper gezogen um einen Vorgeschmack auf Erding und Roth zu geben. Die letzte Woche war nach meinem Radunfall eine vorgezogene “Ruhe-Woche”. Ich habe beschlossen, diesen Wettkampf aus dem Training heraus zu fahren und am Donnerstag und Freitag normal zu trainieren. Am Freitag Abend habe ich allerdings nach der 3h Trainings-Rad-Runde mein Knie gemerkt, das dann auch total angeschwollen ist. Um noch ein wenig zu jammern: ich war den ganzen Samstag schlapp und so ein Wetter um die 11 Grad, wollte so richtig in Triathlon-Stimmung kommen.

Sonntag 7:15 Uhr los nach Steinberg und das Thermometer bei 14 Grad. Pünktlich 8.45 Uhr Wettkampfbesprechung, und die ersten mutigen Volkstriathleten sind um 9.15 Uhr ins kalte Wasser gesprungen, hatte 18 Grad.

Da war ich nun seit fast einem Jahr nicht mehr auf einem Wettkampf (Leistungsschau) und jetzt gleich ‘ne Mitteldistanz. Die Frage nach dem “Warum mache ich das nur?” konnte ich mir und meiner Frau nicht beantworten.. Der Startschuss um 10.15 Uhr sagte mir innerlich, dass es nur ein Training werden soll, mal alles drei zusammen üben. Die anderen Triathleten am Start wollten ja auch nur ihren tollen Räder vom Staub und Flugrost befreien.

Schwimmen mit 36 Minuten ok, dann aufs Rad und die ersten Regengüsse überstanden, habe mich äußerst zurückgehalten was das Kurvenfahren betraf. Einmal hat mich ein Streckenposten nicht leiten wollen, bin kurz in die falsche Richtung gefahren, ist mir auch noch nicht passiert. Am Ende der ersten Runde habe ich mich aber schon gewundert, wie schnell die Runde vorbei war.

Kurz zum Thema Essen, auch bei 18 Grad gibt es das Phänomen, dass sich aufgeschnittene Powerbar-Energieriegel zu einem Kohlenhydrate-Klos verwandeln, von dem man dann abbeissen muss… wollte ich nur mal am Rande bemerken.

In der zweiten Rad-Runde habe ich dann Schlauchwechseln geübt, konnte da im Vergleich zur Roth-Testrunde mich um 3 Min auf 6 Minuten verbessern. Aber ganz spannend für mich war, dass ab km 55 ein gewisser Kick kam, da nämlich hat sich mein Renninstinkt gemeldet und angekündigt, dass er jetzt da ist. Dann hat sich mein Radschnitt (abzgl. Pause) auf 34.x km/h gehoben.

Laufwechsel war super, da haben sich die Koppeleinheiten im Training bemerkbar gemacht. In der 3. Laufrunde (je 5km) hatte ich 4 Leute gezählt, die mich bis dahin überholt haben – und ich als am überholen.. Dann habe ich einen Blick auf die Uhr gewagt – knapp 4 Stunden vergangen und da sah ich förmlich die 4.30 h Marke fallen. Alles was mich bis dahin noch zurückgehalten hatte (Knie, Motivation) war ausgeblendet. Die 20 km unter 1:30 h für mich sensationell!

Und im Ziel mit satten 4:28:04 h mehr als zufrieden!

Ähnliche Artikel

Schaltfläche "Zurück zum Anfang"