Uncategorized

Saisonbeginn als Halb-Ironman

Um 5.25 Uhr klingelt das iPhone und der erste Gedanke “Jetzt geht es los, its Triathlon time”. Räkel, gähn mit der Luftpumpe und den Trinkflaschen bewaffnet zur Wechselzone, wo sich bereits 1500+ Athleten tummeln und ebenso nervös und schlafwandelnd herumstolzieren. Überall zischt und pufft es aus den Ventilen, rascheln mit den Tüten der Laufschuhe oder fummeln am Bikeequipment. eigentlich frage ich mich, was der ganze Aufwand hier soll, wird doch “nur” ein langes Training 😉

In neuer Wettkampfkleidung wird schnell noch lecker Müsli gegessen und zum Vienhofner See, 7 Uhr ist ja schon der Start der Profis. Meine Favorites: Ivonne von Vlerken und Michael Göhner. Die Stimmung, hui jui jui, da geht was, das Kribbeln und die leichte nervosität, jawohl! Der DJ bringt das Blut auf Temperatur! Im Neo dann laaange 15 Minuten warten, bis endlich im Wasser die Schlacht beginnen darf. Hat sich alles gut verteilt, bis zur ersten Boje habe ich mir sicher Position erkämpft, irgendwie quillt das Laktat in den Armen, aber wir sind ja hier nicht zum Baden.. dann zum Ausstieg und ab zum zweiten See laufen.. das ist schon irgendwie Panne, denn nach dem Schwimmen ist Laufen bei mir nicht so angesagt. Kaum wieder im Wasser und sämtliches Gefühl für das Element verloren..

Zum Beutelsuchen, fix umziehen und die endlos scheinende Wechselzone, in der ich noch ein Plausch gehalten habe, verlangt fast 4 Minuten Wechselzeit! Aber dann auf dem Rad, alles vorherige vergessen, denn jetzt geht es auf die Autobahn, ja richtig gelesen: Autobahn – das geht auch nur in Österreich, in Deutschland wird man ja schon disqualifiziert, wenn man über den Mittelstreifen fährt (Erding).. Aber beim Radfahren gleich mal auf den größten Gang geschalten, Geschwindigkeit bei 35+ km/h. Hier meine Aufzeichnung vom Rad, ordentlich Höhenmeter gab es erst ab 1:30 h.

Auf der Strecke ist mir viel Windschattenfahren, aufgefallen, allerdings waren die “marshalls” überhaupt nicht konsequent, kaum mal bemerkbar gemacht und nur mit der Hand gewinkt, mir aber egal, meine Leistung messe ich für mich ohne Hilfsmittel.

Ein paar wirklich gute Abfahrten, teilweise eng in den Ortschaften, aber trotzdem alles flott. Der Wechsel vom Rad zum Laufen, in knapp 3 Minuten geschafft und beim Loslaufen in der mittlerweile 27-28 grad warmen Luft ok. Bin nach Gefühl im oberen GA2 gelaufen und mir auf der ersten Runde die Strecke vertraut gemacht, bis auf die Schlenker im Stadion relativ gut zu laufen.

Die Kilometerschilder waren pychologisch bis km 18 clever aufgestellt, irgendwie kamen die immer früher als erwartet, das baut auf. Die letzten Kilometer allerdings war das zermürbend, so bin ich nach meiner Uhr nicht schneller als 7 Minuten den letzten Kilometer gelaufen? Mhhh, so habe ich meine 5 h Marke nicht unterboten, aber letztlich mit 4 Eis am Stiel im Ziel war das dann auch nicht mehr so wichtig.

Fazit: Super trainingswettkampf, schon mal Lust, die nächste Radeinheit richtig Gas zu geben 😉

Ähnliche Artikel

Schaltfläche "Zurück zum Anfang"