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Saisonstart Triathlon im Kraichgau

Kraichgau liegt hinter mir und ich habe aus dem Wettkampf viel Erfahrung gewonnen. Hier nun der ausführlichere Bericht. Nein, dies ist keine Wetterblog! Das Wetter zum Freitag wurde ja wider Erwarten sehr gut, d.h. die Temperatur hat sich bis zum Samstag auf 32 Grad erhöht, das ist also 3 mal so warm gewesen als die ganzen vielen Tage zuvor. Da ich zuvor kein Trainingslager unter der Sonne hatte, fehlten mir nicht nur die aufgedruckten Armlinge in braun, nein, auch die Hitzeverträglichkeit.

Samstag Rad-Checkin, musste mir noch irgendwie Gedanken machen, wie ich das Werkzeug in die Satteltasche bekomme, letztendlich bestaunte ich die anderen (auch deutlich teureren) Räder, aber auch da half man sich mit Klettverschlüssen und Klebebänder für Luftpumpe und Schlauch.. Da lag ich ja voll im Trend. Das Rad schön in den Schatten gestellt, Riegel musste ich noch kaufen.

Ab in die Innenstadt zur Pasta-party und den Rest der Wettkampfbesprechung, lecker Nudeln-essend noch die letzten Hinweise der Kampfrichter zugehört, und einen Riegel auf der Triathlon-Messe von Sponsor erworben.. Testen wir mal alles, schaden kann es nicht. Am Abend wurde ich dann überfallen: von den ausgehungerten und unglaublich frechen Mücken, ich stand kurz vor einer Blutleere! Aber im Auto Schotten dicht im Schlafsack, fest bis 7.30 Uhr geschlafen. Frühstück, kaffee vom Kiosk und schwubbs, war es 8.30 Uhr. Start in 30 min, oh, jetzt beeilen.

Am Rad habe ich die Riegel verstaut und noch schnell Luft auf die Räder gepumpt, der Aufruf “alle gelben badekappen zur Startmatte” hat mich doch etwas gestresst, nachdem ich merkte, dass ich eine gelbe Badekappe in der Hand hielt. Wohin mit diesem Kleiderbeutel? Nachdem ich mich über die Brücke zum Schwimmstart gekämpft habe, blieb dafür keine Zeit. Danke liebe (unbekannte) Begleiterin, die mir freundlicherweise den Beutel abgegeben hat.
Noch 4 Minuten bis zum Schwimmstart, und noch kein Neo an. Als ich dann endlich an der imaginären Startlinie war, hat es auch “peng” gemacht und los gings.
Die Strecke ist ja super, klare Sicht im Wasser, dann muss man gar nicht nach draussen schauen, nur dranbleiben, dann passt das. Auf den letzten 400 Metern hatte ich aber doch das Gefühl, dass ich für die schnellen zu langsam war und für die Langsamen zu schnell. Riesen Lücke um mich drumherum.. Merkwürdig.

Meine erste Verwarnung vom Kampfrichter, ich hätte meine Schuhe nicht in der Umkleidezone anziehen dürfen. Was für ein Unsinn, dafür ist die doch da?! Ab aufs Rad, aber ich war zu genervt, um mich einzuklicken, muss auch ziemlich merkwürdig ausgesehen haben.. Aber schnell vergessen.. Die erste 10er Kilometermarke passiert, da ich ohne Tacho gefahren bin, schnell nachgerechnet: 15 Min, das bedeutet einen guten Schnitt von fast 40 km/h.. Wenn das so weitergeht? Vergessen wir dass, 999 Hügel kommen bestimmt noch.

Landschaftlich schöne und abwechslungsreiche Strecke, scharfe Kampfrichter, fast wie Roth das ganze. In der ersten Startwelle hat man den Vorteil, das alles noch so schön leer ist, da kann man sich so richtig austoben. Die Kilometermarken werden immer mehr, alles im grünen Bereich. An den Bergen überhole ich eher, auf der Geraden werde ich eher überholt, aber es stellt sich ein Grüppchen von immer den gleichen Startnummern ein. Kilometermarke 70 ist markant, man denkt nur noch an lockere 20 Kilometer, aber dann kommt die steilste Stelle der Radrunde.. Respekt, der Puls geht gen 170!

Dann rollte es aber doch wieder super, ab zum Laufen. Mit den neuen Schuhen geht das auch recht fix. Der Fahrtwind fehlt und auf der Laufstrecke die Schwämmchen mit kalten Wasser – was für eine Erfrischung. Auch die Privat-Duschen von den anliegenden Häusern sind immer willkommen, um mit der Hitze klarzukommen. Der Puls ist hoch und das Tempo habe ich herausgenommen, das Kopf sollte nicht anfangen zu kochen.
Woran merkt man, dass man vom Führenden überholt wird? Die Leute feuern einen an, da zieht er vorbei und es wird wieder ruhig. Aber ziehen tut das gewaltig, zumindest mental. Norman biegt ab zum Ziel, ich muss noch 2 Runden..

Man schafft es aber dann doch gut und dann erlebt man es wieder: dieses geile Gefühl im Zielkanal zu sein, andere biegen noch mal in die Laufrunde und Du darfst Dich feiern lassen. Besonders für die gute Radzeit, die nicht nur das neue Rad hergemacht hat, sondern auch der eiserne Willen, die Laufstrecke ohne Gehpausen und Krämpfe gelaufen zu sein..

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