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Sport ist Mord – Marathon Massenmord

Mit einer waren Ausbeute an Ausreden und Erklärversuchen stehe ich nun nach diesem Marathon da. Ich könnte jetzt sagen: es war zu warm, die Strecke zu fad oder einfach zu lang? Alles lamentieren hilft nichts, es hat nicht gepasst. 3:22 h für meinen Marathon der im Bereich von 3-3:10 Stunden geplant und vorbereitet war, befriedigt mich nicht.

Aber von vorn: Also die letzten Tage vor dem Marathon war ich ja zuversichtlich, sogar sicher, dass ich das Unternehmen Sub-3 zu schaffen. Start am Samstag bei Regen Richtung Bodensee, mit vielen Taschentüchern bewaffnet, ein leichter Schnupfen im Gepäck.. der aber weniger die Rolle gepspielt hat. In Lindau dann super Wetter, +20 Grad und eine kleine aber feine Marathonmesse. Der Stand von Sponsor hatte für mich auch das leckere Müsli mitgebracht, jetzt bin ich mit 2 kg die nächsten Wochen erstmal versorgt.

Der Samstag war dann schon besonders, ein lauschiger Abend mit Pasta am See und Lagerfeuer, wie romantisch, und dann um 22 Uhr im Bett. Das sind gleich 2 wirklich Ausnahmesituationen. Sonntag früh konnte dann “in kurz” gelaufen werden, es war wirklich warm. Ich hätte auch nicht gedacht, dass ich beim Lauf auf die Schwämmchen zurückgreifen werde .. Sommerlicher Herbst halt.

Der Start um 11:11 Uhr ungewöhnlich. Der schnellste Marathon-Pacemaker bei 3:30 h stand in Block 2, den wollte ich ja um 30 minuten schlagen.. Vor mir im Startblock 1 stand ein Halbmarathon-Pacemaker mit 1:30 h Fahne – das war mein Mann! Ich habe gedacht, der wird besonnen loslaufen und dann auf ein 4:18 bis 4:15 min/km Schnitt anlegen.. Nix da, der ist so wie alle anderen mit 4:04 min/km losgerannt, die ersten 2 km viel zu schnell. Der hat sich dann aber bei einem angemessenen HM-Tempo für 1:30 h eingependelt.

Also Tempo und Motivation bis Kilometer 18 war super, dann wurde es auf der Laufstrecke ziemlich fad. Denn die HM-läufer abgebogen und ich habe mich NICHT verlaufen.. da waren nur wenige Läufer auf der Strecke.. Muss man sich auch erstmal dran gewöhnen. Dann viele kürzere Wege, mal nach links, dann rechts, alles in allen nicht wirklich rollend und bei km 26 fing dann der Po an zu zwicken..
Irgendwie war ab hier der Wurm drin, das Tempo fiel auf 4:30 min/km und ich konnte keine langen Schritte mehr machen.

Bei km 28 hatte ich dann 2:05 h und rechnete mir eine Endzeit von 3:10 aus.. Aber das Laufen wurde dann zur Qual, aber die Ziellinie hat mich dann nach 3:22 h gesehen.. Mein aufrichtiges Mitleid hat die 3. Frau bekommen, die wurde auf das Siegertreppchen förmlich getragen, die konnte nämlich auch kaum noch laufen.. So ein Sport ist halt Mord, und Marathon halt Massenmord.

Zum Thema Massenmord: Der Christian ist an mir ja bei km 26 vorbeigerauscht, eine echte Läuferkarriere, kaum trainiert, ich glaube in 4 Wochen nur 80 km und dann eine endzeit um die 3:10 h.. Unglaublich.. Die Leidensgenossen Mimmo und Andy haben aber einen gleichwertigen Rückstand zu ihrer Zielzeit eingefahren, habe ich mich auch gleich solidarisch gezeigt und den Andy in die Sanitäts-Lobby gebracht und den Mimmo seine Wade massiert.. So bin ich ;);)

@Christian: wir werden uns dann in Ismaning messen!

Der gebührene Abschluss des Tages: Auf gepolsterten Stühlen beim Italiener Pizza schlemmen und Weizenbier schlemmen.. Das war dann wieder sehr ok!

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