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Laufeffizienz – was dir die Sportuhr verrät

Laufeffizienz-Werte erläutert

Es gibt die vielen Funktionen, die eine Sportuhr aufzeichnet und später zur Auswertung bereitstellt. Manche Daten kommen erst durch zusätzliche Sensoren wie einem smarten Herzfrequenzgurt, einem Running Pod, Wattmesser oder Cadence Messer zu Vorschein.

Eine spätere Auswertung auf der App oder direkt auf einer Trainingsplattform wie Garmin Connect, TrainingPeaks, Todays Plan strotzen dann nur so von Statistiken. Hier lernst Du deren Bedeutung kennen und weißt, wofür diese Informationen verwenden kannst.

Laufeffizienz-Werte

Beim Laufen werden die Messwerte wie Geschwindigkeit, Dauer und Puls Laufeffizienz-Werte aufgezeichnet, dazu werden noch weitere Trainings Daten angezeigt. Diese können helfen, um gute Leistungen zu erbringen und den Lauf zu verbessern.

Bodenkontaktzeit & Balance

Dies ist die Zeit pro Schritt beim Laufen im Kontakt mit dem Boden. In der Regel recht kurz und wird daher in Millisekunden gemessen. Erfahrene Läufer haben i.d.R. eine Bodenkontaktzeit von weniger als 300 ms, da sie die Füße schnell anheben und beim Aufsetzen Overstriding vermeiden. Overstriding beschreibt einen Laufstil, bei dem der Fuß vor dem Körper aufsetzt, was beim Aufsetzen zu einer Verlangsamung und gewöhnlich zu einer längeren Bodenkontaktzeit führt. Die Balance der Bodenkontaktzeit zeigt auf, wie symmetrisch der Laufstil ist.

Schrittfrequenz & Schrittlänge

Hiermit wird beschrieben, wie viele Schritte pro Minute gelaufen werden. Dieser Laufmesswert ist interessant, da bspw. bei einer bestimmten Pace mit einer schnelleren Schrittfrequenz und einer kürzeren Schrittlänge geringere Kräfte auf u. a. Fußgelenke, Knie und Hüften einwirken. Viele Experten gehen davon aus, dass diese geringere Krafteinwirkung auch die Verletzungsgefahr reduziert. Als Ziel für die Schrittfrequenz wird häufig ein Wert von 180 Schritten pro Minute angegeben. Größere Läufer haben jedoch oft eine etwas geringere Schrittfrequenz.

Schrittlänge

Ein Messwert für den Laufstil ist die Schrittlänge, d.h. welche Distanz du mit jedem linken und rechten Schritt zurücklegst. Der Wert wird am Ende eines Lauftrainings genutzt, um zu sehen, wie sich die Schrittlänge je nach Pace, Schrittfrequenz, Höhe oder anderen Messwerten ändert. Die Schrittlänge ist von verschiedenen Faktoren abhängig, darunter Körperbau, Muskelkraft und Flexibilität.

Redaktion | blog by triafreunde.com Messwert für den Laufstil ist die Schrittlänge

Vertikale Bewegung

Dieser Wert beschreibt die Hoch-Tiefbewegung bei jedem Laufschritt. Sie wird am Rumpf gemessen und gibt in Zentimetern an, wie viel sich der Läufer beim Schritt auf und ab bewegt. Viele Coaches sind der Auffassung, dass eine geringere vertikale Bewegung besser ist, da weniger Energie für die Hoch-Tiefbewegung aufgewendet wird. Allerdings kommt es bei einer schnelleren Pace oft zu einer etwas stärkeren vertikalen Bewegung. Beim vertikalen Verhältnis wird dies in Betracht gezogen. Ein weiterer Vorteil einer geringeren vertikalen Bewegung liegt darin, dass gewöhnlich beim Aufsetzen die Belastung auf den Unterkörper niedriger ist.

Vertikales Verhältnis

Dieser Wert gibt den Wirkungsgrad des Laufstils an und basiert darauf, wie effektiv der Athlet sich bei jedem Schritt vorwärts bewegt. Das vertikale Verhältnis ist das Ergebnis der Hoch-Tiefbewegung Ihrer Laufbewegung geteilt durch die Schrittlänge. Der Wert wird als Prozentsatz ausgegeben. Da die Schrittlänge die horizontale Bewegung beim Laufen beschreibt, entspricht dies dem Nutzen der Aktion, während die vertikale Bewegung dem Aufwand beim Laufen entspricht. Ein niedriger Wert für das vertikale Verhältnis steht für geringeren Aufwand und einen hohen Nutzen. Der Laufstil ist also effizienter.

Running Power

Seit Jahren sind Leistungsdaten für Spitzenradfahrer ein zuverlässiges Maß für ihre Form. Jetzt kannst auch du bei deinen Lauftrainings Leistungsdaten erhalten. Lade dazu die Running Power-App aus dem Connect IQ-Shop auf deine kompatible Uhr herunter. Anschließend erhältst du anhand mehrerer Faktoren eine genaue und reaktive Berechnung deiner Leistung. Die von Garmin entwickelte Running Power-Funktion berechnet anhand von Daten wie Pace, vertikaler Bewegung, Steigung und sogar lokaler Windbedingungen, wie viel Leistung du beim Laufen auf den Boden bringst. Wenn du weißt, wie viel Leistung du von Minute zu Minute und von Kilometer zu Kilometer erbringst, kannst du deine Pace besser anpassen, was dir wiederum dabei helfen kann, nicht so schnell zu ermüden. Vergleiche die Energie deines Körpers mit dem Akku deines Smartphones. Du kannst das Display so hell wie möglich einstellen, dann hält aber der Akku nicht so lange. Andererseits kannst du den Akku schonen, damit er länger hält, indem du eine geringe Helligkeit für das Display wählst. Auf die gleiche Weise verhält es sich auch mit deinem Körper. 

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Redaktion

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