Triathlon Trainingslager

Trainingscamp – Tipps zur Bekleidung auf dem Rad

Es ist genau die richtige Zeit, noch mal auf die Ausstattung für das Trainingslager einzugehen. Denn nichts ist schlimmer als am Trainingscamp anzukommen und die elementare Ausstattung fürs das Radfahren nicht vollständig zu haben.
Neben der allgemeinen Checkliste fürs Trainingslager werden hier speziell die Empfehlungen zur Bekleidungswahl gegeben.

Bei schönem Wetter kann jeder fahren!

Auch bei den Trainingsausfahrten auf den Sonneninseln muss sich jeder Athlet auf die vorherrschenden Winde einstellen. Der erhöhte Wind-Widerstand schadet dem Training sicher nicht, kann aber für einen unangenehmen Zug auf der Haut und ein Frieren auslösen. Gerade wenn sich auf der Haut bereits Schweiß gebildet hat, droht durch den Wind ein Unterkühlen. Des weiteren kann auf den nicht ganz so südlichen Inseln wie den Balearen oder auf der iberischen Halbinsel in den Monaten Februar bis April auch eine schlechtere Wetterlage vorkommen.

Um sich nicht von Wind, Kälte oder Nässe vom Ziel des erfolgreichen Trainings abbringen zu lassen, sind hier einige Tipps zur Materialauswahl von Kopf bis Fuß für das Radtraining.

Kopfbedeckung

Nach dem Helm ist die Kopfbedeckung die vor Wind und Kälte schützt das wichtigste. Von einer Wollmütze unter dem Helm ist eher Abstand zu nehmen, weil diese zu viel Feuchtigkeit aufnimmt und dann beim Fahrtwind sehr kalt wird.

Um nicht der Gefahr einer Erkältung ausgesetzt zu sein, bietet sich ein Windstopper-Material als Unterhelm an.

Neben den Basecaps bieten sich die windschützenden und schnelltrocknende Unterhelme an – kleines Geld für grossen Nutzen! Für Ausfahrten bei starkem Regen ist der Schutz über dem Helm zu empfehlen.

Armline und Radhandschuhe

Ganz klar, Handschuhe gehören dazu. Funktional gesehen, geben die Handschuhe den notwendigen Gripp, um nicht vom Lenker abzurutschen und vor Schmutz an Händen zu schützen. An kalten Tagen (vor dem Trainingslager) trägt man klassisch Winter-Radhandschuhe, für das Trainingscamp empfiehlt sich ein paar aus Windstopper-Material. Jeder für sich muss entscheiden, ob ihm eine Variante mit lang-finger oder die “aufgeschnittenen” lieber sind.

Bei den Radausfahrten die früh losgehen ist es im Traininslager üblich, mit Armlingen zu starten. Die wärmende Funktionskleidung vom Handgelenk zum Oberarm wird praktischerweise während der Fahrt variiert und Platz im Radtrikot findet sich dafür immer.

Jacke, Langarm- oder Kurzarm-Trikot

Der Übergang von einem Radtrikot zur Radjacke ist fliessend, dennoch bietet eine Jacke den höheren Schutz und die bessere Isolation als ein Trikot. Bei einer Jacke und hochwertigen Trickots ist der Saum mit Haftgummi versehen. Die Trikots verfügen meist über weniger Reflexions-Elemente, dafür aber elastischere Armbündchen.

Der Schnitt ist dabei immer vom Fahrtyp bestimmt, so wird die Jacke für den professionellen Athleten z.B. Gore Xenon, einen eng anliegenden Schnitt haben, der dann äußerst windschnittig ist. Je entspannter man das sieht, desto legerer wird auch der Schnitt. Für ein Trainingslager wird der Schnitt dann eher im Wohlfühlmodus sein, so ist man bei Gore dann bspw. mit der Oxygen- oder Phantom-Jacke ausgestattet.

Für das Trainingslager ist die Empfehlung, wenigstens

  • ein Kurzarmtrickot und Jacke oder
  • Langarmtrikot und evtl. Windstopper-Jacke oder
  • Windstopper-Kurzarmtrikot mit zusätzlichen Ärmlingen

ausgestattet zu sein.

Das Gore Oxygen Kurzarmtrikot zeichnet sich durch einen enganliegenden Schnitt und einer verlängerten Rückenpartie aus. Der ergonomisch geformte Stehkragen lässt die Zugluft nicht eindringen und scheuert nicht. Der 3/4 lange Reißverschluss im Brustbereich ist verdeckt. Für den Proviant auf der langen Radausfahrt eignet sich die 3-teilige Rückentasche, wobei die seitlichen Taschen für einen bessern Eingriff während der Fahrt leicht abgeschrägt sind. Zur Ventilation sind Netzeinsätze unter den Armen, im Rücken- und Nackenbereich eingearbeitet.

Radhose und Beinlinge

Wie auch beim Oberteil entscheidet hier die Wetterlage, bei sonnigen aber noch frischen Temperaturen wird vorrangig mit kurzen Hosen und Beinlingen gefahren. Allerdings spricht auch nichts gegen eine Ausstattung mit langer Radhose, wenn Wind und unstetiges Wetter zu erwarten ist. Aber genau hier kommt es darauf auf, dass wenn man bei 10 Grad und langer Hose fährt die Wärme von innen nach außen abtransportiert wird.

Wie immer gibt es auch den Weg dazwischen – mit einer 3/4 Hose sind die Knie geschützt und selbst bei Regen ist die Gefahr der Unterkühlung noch gebannt.

Der Wohlfühlfaktor einer Radhose wird neben den klimatischen Verhältnissen vorrangig durch den Einsatz des Sitzpolsters bestimmt.

Socken und Schuhe

Wenn es am Fuß kalt und nass wird, ist der Spaß beim Radfahren dahin. Der einfachste Schutz sind Überschuhe, die bei Bedarf übergezogen werden. Ein wärmender Überschuh für Triathleten, der zugleich vor Nässe schützt und gut reflektiert.

Ohne Socken geht nichts – Rennradsocken, die in Europa knöchelhoch getragen werden. Gore Socken besitzen eine leichte Polsterung mit Verstärkung an der Ferse.

Redaktion

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