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Fuerte und die Königsetappe auf Lanza

Trainingslager Fuerteventura completed! Interessant finde ich die Tatsache, dass die Insel zwar zu Spanien zählt und auch eine solche Gastfreundlichkeit hat. Dennoch wirkt das Leben dort sehr reduziert und abseits von den weltpolitischen Themen. Somit die perfekte Insel für eine Trainingsreise mit klar definierten Schwerpunkten: Radfahren, Laufen, Schwimmen und Schlemmen. Und bei dem guten Wetter ist schon nach wenigen Tagen die Radkeller-Bräune hinüber 😉

Die stürmischen Tage am Anfang der Woche haben dem Training zwangsläufig den Schwerpunkt Kraft und Kraftausdauer gegeben. Zum Ende hin wurden die Ausfahrten ruhiger und ohne diesen fiesen Wind war das Training im unteren Grundlagenbereich noch mehr zu genießen. Ich habe an vielen Trainingstagen für mich auch die morgentlichen Läufe um 7 Uhr entdeckt, vor dem Frühstück bei aufgehender Sonne eine romantische Angelegenheit.

Zum Mitte der Woche haben Olli und ich einen besonderen Ausflug gemacht. Mit der ersten Fähre um 8 Uhr von Corralejo nach Lanzarote geschippert, der Café Cortado schmeckte super und gab uns die Motivation für die Insel. Die Bikes fanden ihren Weg dann fast automatisch auf die Original Radstrecke des Ironman Lanzarote. Allerdings war der Weg bis zum „Südost-Einstieg“ auf die Strecke mehr als mühsam. Der Wind kam frontal und die ersten 12 Radkilometer hatten über 400 Höhenmeter, mit einem Steilstück, auf dem ich sogar für 200 Meter mein Rad schieben musste. Ich bin auf einer 0,5 Liter Redbull Dose ausgerutscht und konnte einfach nicht mehr in Tritt finden. Bis La Santa quälten bzw. stählten wir uns und kamen doch noch auf 38 Kilometer in 2 Stunden.

Der Wille aber blieb eisern und wir fuhren nach einem stärkendem Café Cortado dann bis zur nörlichen Spitze der Insel. Die Landschaft war beeindruckend, vom Lava-Feld, schwarzen Sanddünen, karstigen Gestein und steilen Abhängen im Norden wechselten sich die Eindrücke, wie auch das Wetter, was von kühlem und nassen Wind bis bruzelnd warm reichte. Die Armlinge und Windweste wechselten fast alle 20 Minuten. Die Kehrtwende bei Kilometer 100 in Miradour del Rio in Richtung Süden war nicht nur geographischer Natur, sondern auch physischer. Die Kraft ging auf den bis dahin 2000 Höhenmeter zurückgelegten Kilometern zu Ende. Bis dahin haben wir einen Schnitt von 19,8 km/h verzeichnet, der Speed dann aber bei Rückenwind im Schnitt auf 33 km/h hat uns die Hoffnung gegeben, die vorletzte Fähre um 17 Uhr zurück nach Fuerte noch rechtzeitig erreichen.

Das schöne an Anstiegen ist, es geht auch wieder hinunter, so wurde der erste Anstieg mit Affenzahn bis zu 85 km/h und in time die Fähre zurück genommen. Auf der Rückfahrt beim besten Cortado des Tages die Auswertung: 156 km mit 2700 Höhenmeter war unsere Königsetappe und sorgte für reichlich Gesprächsstoff bei den Anderen, so wurden wir seit dem mit „ach, ihr wart doch die, die verrückten … die auf Lanzarote gefahren sind“.. angesprochen. Das geht das schon runter wie Kettenöl, wen du weißt wie ich meine 😉

Nach der Streckenbesichtigung des Ironman Lanzarote wird meine Vorfreude auf eine Ironman-Veranstaltung in diesem Jahr immer größer. Nur habe ich Euch ja noch gar nicht verraten, welche ich dieses Jahr mache?! Jetzt nun amtlich, ich werden in 2012 die Kühe auf den schweizerischen Almen beglücken und auf ein schokoladenreiches Finishergeschenk bei meinen Debüt des Ironman Zürich hoffen.

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